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Mathe-Ratgeber

Einmaleins-Tricks: So lernen Kinder jede Reihe leichter

Kernaufgaben, Tauschaufgaben und Rechentricks für die 2er- bis 10er-Reihe: So verstehen Kinder das Einmaleins, statt nur auswendig zu lernen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das kleine Einmaleins besteht aus 100 Aufgaben, aber nur 55 davon sind wirklich verschieden.
  • Kernaufgaben mit 1, 2, 5 und 10 sind die Basis für alle anderen Reihen.
  • Kinder lernen schneller, wenn sie Aufgaben aus bekannten Aufgaben ableiten.
  • Kurze, gemischte Runden schlagen langes Aufsagen der Reihen.
Inhalt dieses Ratgebers
  1. Verstehen vor Auswendiglernen
  2. Die Bausteine
  3. Tricks für jede Reihe
  4. In welcher Reihenfolge lernen?
  5. So üben Sie sinnvoll
  6. Wo Recheneule helfen kann

Verstehen vor Auswendiglernen

Das kleine Einmaleins umfasst alle Aufgaben von 1 × 1 bis 10 × 10, das sind 100. Weil 3 × 7 und 7 × 3 dasselbe Ergebnis haben, sind nur 55 davon wirklich verschieden. Wer das weiß, hat schon fast die Hälfte gespart. Hinzu kommt: Viele Aufgaben lassen sich aus wenigen sicheren ableiten. Genau das nutzen die Strategien, die Kinder in der Schule kennenlernen. Sie heißen Kernaufgaben, Tauschaufgaben und Nachbaraufgaben.

Die Bausteine

Kernaufgaben sind die Reihen mit 1, 2, 5 und 10. Sie sind leicht, und aus ihnen lässt sich alles andere aufbauen.

Tauschaufgaben nutzen, dass die Reihenfolge egal ist. Ein Rechteck aus 3 Zeilen mit je 7 Punkten sieht gedreht aus wie 7 Zeilen mit je 3 Punkten. Wer 3 × 7 weiß, kennt auch 7 × 3.

Nachbaraufgaben gehen einen Schritt von einer bekannten Aufgabe weg. Weiß ich 7 × 7 = 49, dann ist 7 × 8 = 49 + 7 = 56.

Tricks für jede Reihe

  • Zehnerreihe: Eine Null anhängen. 10 × 6 = 60.
  • Fünferreihe: Die Hälfte der Zehnerreihe. 5 × 8: Hälfte von 80 ist 40.
  • Zweierreihe: Verdoppeln. 2 × 7 = 14.
  • Viererreihe: Zweimal verdoppeln. 4 × 7: 7 → 14 → 28.
  • Achterreihe: Dreimal verdoppeln. 8 × 6: 6 → 12 → 24 → 48.
  • Dreierreihe: Zweier plus Einer. 3 × 7 = 14 + 7 = 21.
  • Sechserreihe: Fünfer plus Einer. 6 × 7 = 35 + 7 = 42.
  • Siebenerreihe: Fünfer plus Zweier. 7 × 8 = 40 + 16 = 56.
  • Neunerreihe: Zehner minus Einer. 9 × 7 = 70 − 7 = 63.

Für die Neunerreihe gibt es zusätzlich einen bekannten Fingertrick: Beide Hände liegen nebeneinander, die Finger sind von 1 bis 10 durchnummeriert. Für 9 × 7 wird der siebte Finger eingeklappt. Links davon bleiben 6 Finger (die Zehner), rechts davon 3 (die Einer): 63.

In welcher Reihenfolge lernen?

Eine bewährte Reihenfolge ist: 10er, 5er, 2er, dann 4er und 8er als Verdopplungen, danach 3er, 6er und 9er. Die Siebenerreihe bleibt am Ende, denn ihre schwersten Aufgaben (6 × 7, 7 × 7 und 7 × 8) sind dann schon aus anderen Reihen bekannt. Das ist auch ein Trost: Wenn Ihr Kind 7 × 6 noch nicht auswendig weiß, hat es oft schon 6 × 7 gelernt, und beide sind Tauschaufgaben.

So üben Sie sinnvoll

  • Mischen statt aufsagen. Wer die Reihe von 1 bis 10 herunterzählt, lernt die Abfolge, aber nicht die einzelne Aufgabe. Fragen Sie durcheinander.
  • Zwei Stapel. Karten mit Aufgaben in „sicher“ und „noch nicht“ sortieren. Nur den zweiten Stapel wiederholen.
  • Weg erklären lassen. „Wie hast du 6 × 7 gerechnet?“ Der Weg ist wichtiger als die schnelle Antwort.
  • Kurz und regelmäßig. Fünf Minuten täglich sind besser als eine halbe Stunde am Wochenende.
  • Malen und Legen. Ein Rechteck aus Karo-Kästchen macht Tauschaufgaben sichtbar. Passende Übungsblätter finden Sie bei unseren Einmaleins-Arbeitsblättern.

Wie Sie das Üben insgesamt entspannt gestalten, beschreibt der Ratgeber Einmaleins üben: ein Leitfaden für Eltern.

Wo Recheneule helfen kann

Recheneule übt Einmaleins und Division in kurzen Spielrunden für die Klassen 1 bis 4, ohne Werbung und ohne Konto. So lassen sich Aufgaben zwischendurch wiederholen. Mehr dazu auf der Recheneule-Seite.

Direkt ausprobieren

  • 4 × 7: zweimal verdoppeln, also 7 → 14 → 28.
  • 9 × 7: 10 × 7 − 7 = 70 − 7 = 63.
  • 6 × 7: 5 × 7 + 7 = 35 + 7 = 42.
  • 7 × 8: 7 × 7 + 7 = 49 + 7 = 56.

Quellen und weiterführende Links